Pflichttermin im Nirgendwo (1) – Ein Reisebericht

Dienstag 18. August 2009 von N0stradamus

Seit dem heutigen Morgen bin ich im schönen Städtchen Teltow. Meine Firma verlangte danach.

Gut, es ist nicht das erste Mal, dass ich hier in Brandenburg bin, sondern durfte diese Ortschaft schon des öfteren besuchen. Diesmal allerdings, nächtige ich hier sogar (was meine bessere Hälfte nicht so freut).

Nun, Begeisterung darüber sieht auch bei mir anders aus, als der Ausdruck derzeit in meinem Gesicht. Aber was muss, das muss. Demnach residiere ich derzeit in einem Motelto… in einem Hotel namens To… in dem Hotel “Hoteltow“.

Ein kleines 3-Sterne Hotel mit tatsächlich originellem Namen. Aber nach und nach…

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Lauschow ein Dorf in Aufregung.

Samstag 24. Januar 2009 von Matti

Regen fällt auf die Straßen. Der Wind fegt über die Bäume und Dächer der kleinen Stadt. Der Wind wäre stark genug um auch Papiere durch die Strassen zu pusten. Aber hier liegt kein Papier auf den Straßen rum. Die Stadt wirkt wie ausgestorben. Die meisten Gebäude stehen leer. Die Einwohnerzahl hat sich in den letzten 20 Jahren mehr als halbiert. Arbeitsplätze gibt es kaum in Lauschow.

Früher war diese Stadt ein ansehbares Mittelzentrum. Die Arbeitslosenquote dieser Stadt ging gen null. Das Werk, wie es von den Bewohnern liebevoll genannt wurde sorgte für Arbeit und auch einen angenehmen Lebensstil. Das Lauschowkombinat stellte Abhörwanzen her. Der Hauptabnehmer saß in der Nomannenstr. in Berlin. Aber auch die Devisenbeschaffung lief gut, denn auch die westdeutschen Großindustriellen wie Siemens oder auch die damals noch Staatliche Deutsche Bahn oder auch die (West-) Deutsche Bundespost gingen hier ein und aus um hier Material einzukaufen, das nicht in den Bilanzen erschienen durfte. So wurde bei einem Einkauf auch gerne bar gezahlt mit den damals so begehrten West-Devisen.

Doch 20 Jahre nach der Wende hat sich das Bild der Stadt gewandelt. Es gibt kaum noch Jugendliche in der Stadt. Die sind alle dorthin gewogen wo es Arbeitsplätze oder zumindest eine Disco gibt. Geblieben sind nur die Älteren. Fremden gegenüber sind die Einwohner verschlossen. Zu Groß ist die Angst, das Ihre Stadt in ein schlechtes Licht gestellt wird. Nur weil hier bis vor 20 Jahre Wanzen hergestellt worden sind, die man heute vom Russen bezieht. Man möchte keine schlechte Publicity.

Früher gab es nur gute Berichte über die kleine Stadt. So bricht ein Einwohner das Schweigen,  der uns zu trauen scheint. Früher wurden alle 4 Monate in der aktuellen Kamera berichtet, wenn das Werk sein Plansoll erfüllt hat. Und sogar zum 40ten Geburtstag der DDR war der Fremdenverkehrsverein Lauschow mit einem eigenen Stand in Ost-Berlin vertreten. Man war stolz auf das was man geleistet hat.

Die Einwohner des aussterbenden Ortes haben sich mit ihrer Situation abgefunden. Der Bürgerverein hat sich auf die Fahnen geschrieben, den Ort nur ein einziges Mal in die Medien bringen. Und das eben nicht in Zusammenhang mit dem Werk. Viele Bürger wünschen sich noch einmal eine ortsfremde Zeitung in den Händen zu halten, in der der Name Lauschow positiv erwähnt wird.

Heute sizt der Vorsitzender des Bürgervereines an seinem Computer und formuliert in der Stammkneipe des Vereines eine Protestnote. Viele sind sauer, sauer auf die Schwesterstadt Zerbst, denn diese hat den Traum erfüllt einmal in Medien erwähnt zu werden. Aber in Zerbst freut man sich nicht darüber. Denjenigen die für den kurzen Ruhm verantwortlich sind, wird sogar das Haus beschädigt.

Die Männer und Frauen von Lauschow können dieses nicht verstehen. Warum müßen die Freunde aus Zerbst so eskalieren, reicht es ihnen denn nicht, dass RTL2 sogar mit einem Kamerateam im Ort war? Was soll diese Agression? Viele Menschen in Lauschow schämen sich dafür. Für ein kurzes Bad im Sonnenlicht der Medien würden die Lauschower sogar Ihre Seele verkaufen.

Aber was genau ist in Zerbst passiert, dass die Einwohner dort so reagieren? Nun das kann man hier am Besten nachlesen.

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Reisebericht Leipzig – Berlin Südkreuz

Sonntag 7. Dezember 2008 von N0stradamus

Letzten Montag musste ich für den Job nach Teltow fahren… warum gerade Teltow? Joa, weil die verträumte Stadt der Hauptsitz meines Auftraggebers ist.

Nunja, eigentlich nicht schlimm. Für normale Menschen. Ich bin Agorophobiker. Heisst ich kann in Zügen mal so garnicht. Aber darum soll es nicht gehen. Bemitleiden lass ich mich von vielen, aber nicht von den Lesern dieses zärtlichen Blogs. (Nicht persönlich nehmen)

Ich starte also von Leipzig nach Teltow mit der S-Bahn in Richtung Leipziger Hauptbahnhof. Hier lenkte ich mich noch mit dem Buch von Eckart von Hirschhausen ab. Aber dann kam mir eine Idee… warum nicht offline bloggen. Ähm… ich hab noch kein XDA, sonst wäre es schneller online.

Ich kam also auf dem Bahnhof an und sah, dass ich noch lächerliche 20 Minuten rumkriegen musste. Also holte ich mir ersteinmal einen leckeren Kaffee. Das herrliche daran ist, dass egal wie man diese verdammten Pappbecher anfässt, man verbrennt sich immer. Noch ungünstiger entwickelt ist dieses Trinkloch des Deckels. Denn immer wenn man daran zutscht um seine Lippen mit ein wenig Kaffee zu benetzen, fällt einem, leider erst im Nachhinein, dies kochen des Kaffees im Becher auf. Aber egal.

Frisch gestärkt mit verbrannter Lippe ging ich in richtung “Yellow Knast”.

Dort kommt man sich wirklich ausgesperrt von der Zivilisation vor, weil man von allen begafft wird. Ich warte auf den ersten der mit gestrecktem Finger auf mich zeigt und lachend spricht: “Bwahaha… ein Raucher! Guck Dir den ma an!!!” Nunja, an dem Tag war mir diese Demütigung vergönnt.

Nundenn, nach den 20 Minuten bin ich in Richtung Sitzplatz gegangen. Ja, es war ein einfacher ICE. Was mir nach einer kurzen Weile auffiel. Es gab meinen Platz nicht. Ich suchte wirklich nach dem Platz 39 im Abteil 22! Aber nein… es galt ihn nicht zu finden. 36, 37, 38, 40, 41…! Da kam mir die Idee des bloggens dieses Ereignisses. OK. Ich hatte mich geirrt. Ich saß auf Platz 38, neben einem Mann, der gut und gerne 2 Plätze hätte zahlen müssen, da ich meinen Platz nun wirklich nciht ganz für mich allein hatte. Egal! Dennoch interessant, dass es keinen Platz 39 in diesem Zug gab.

Kurze Zeit nach der Abfahrt mit dem 1616, begrüsste mich eine nette Stimme:

“Guten Morgen und erzlich Willkommen im CE von Leipzig nach Ha-urg… … mit Halt in Bitterfeld, Berlin Üdkreuz, Berlin Hauptbaf. Mein Name ist Mar… hoff. Wir entschuldigen uns, dass wir aus echnischen Problemen nur einteilig fahren können.”

Echnische Probleme meinte die Mar… Hoff? Gut mir war klar, dass ein T einfach untergegangen war, im sympatischen Knacken des, mit Recht, in Verruf geratenen ICE. Jedoch viel mir sofort wieder der Slogan ein:

Die BAHN macht mobil…  (egal wie)

Nun denn, wir fuhren also. (Respekt)

Nach einer Weile kamen wir in Bitterfeld an, wo mir klar gemacht wurde, dass ein Fensterplatz wirklich ruhiger ist, als ein Platz am Gang. Nicht dass ich mich beschweren möchte. Jetzt könnte ich zumindest die verschiedenen Tasche anhand des Aufpralles meiner linken Schulter erkennen. Und das Gewicht noch auf ein zehntel Kilo bestimmen. Das wäre doch was für “Wetten Dass…”.

Nunja, Bitterfeld. Ein Ort, wo man nicht lange versuchen muss, warum er diesen Namen bekam. Ich wunderte mich natürlich nicht, dass Leute mir flehendem Blick (“Ich bin kein Star, ich will hier raus”) einstiegen, aber keiner ausstieg. Leute, die mal in Bitterfeld waren werden mir beipflichten.

Kurz nach Bitterfeld wurde ich endlich wach. Nicht weil die Sonne am Horizont aufging, sondern weil der  Rausschmeisser Schaffner Kontrolleur Reisezugbegleiter, des Mannes nebst mir, Ticket entstempelte. Und solch ein Entstempeln passiert nicht irgendwie, sondern er hatte ein tolles Online Ticket. Dies bedeutete, dass der DB-Mitarbeiter, der offensichtlich nichts vom Streik-Resultat abbekommen hatte, ziemlich motiviert mit dem grünen Strahl des Kontrollgeräts, in meine Augen strahlte. Danke noch einmal Herr XY.

Geblitz-Dingst ging es also weiter und ich hasste die Bahn schon jetzt für Ihre freundliche Bedienung.

“Dier Pässenschor, se neggst Stäischn is Börlin Südkreuz…”

Äh, ja… hier muss ich raus! OK, Berlin Hbf. wäre auch ok, aber dann hätte wäre ich ja der mir ungeliebten Stadt noch näher. Hey, ich bin Sachse. Ich mag Preussen von geburt an nicht. Das machen die Gene.

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Ein Stück vom Kuchen

Donnerstag 27. November 2008 von N0stradamus

Hier einfach das Fundstück, ohne große Worte:

PDF-DOKUMENT ZUM LESEN AUSDRUCKEN UND ABSCHICKEN!

oder vorher lesen?

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Wo ich ihn gerade erwähne

Mittwoch 22. Oktober 2008 von RotKreuzler

Wo ich gerade Volker Strübing erwähne,

sehr beliebt sind seine Kloß & Spinne Videos auf Youtube von denen ich einmal den am 23. August rausgekommenen 14. Teil der lustigen Trickserie hier vorstellen möchte.

Wer Kloß und Spinne nicht kennt, hier eine kurze Erklärung:

Man nehme einen dickbäuchigen Wirt, einen saufenden Misantropen, einen absoluten Dauerhappy-Hippo im orangen Pulli und einen nichts sagenden Gast, stelle das ganze in eine berliner Kneipe und lasse sie über das Leben diskutieren.

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Willkommen zur ZdM-Quizshow

Sonntag 19. Oktober 2008 von RotKreuzler

Nach diesem Kommentar meines lieben Mitmachthabers Nostradamus zur Goethe-Stadt, nun ein kleines Quiz.

Der Gewinner erhält eine besondere Erwähnung in meinem nächsten Beitrag.

Einsendeschluss der Kommentare mit den Lösungen ist morgen, Montag d. 20.10.2009

Also unser Chefe ist von Nürnberg nach Berlin mit dem Zug gefahren und hatte in der Goethestadt längeren Aufenthalt und konnte dort kurz eine Rauchen (wie schon erwähnt).

Frage: Welche Stadt könnte das sein?

Viel Glück und viel Spass beim Raten.

Und Chefe, bitte nicht zu früh auflösen

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Kasperletheater für Grosse

Freitag 17. Oktober 2008 von RotKreuzler

Wer René Marik mit Kalle, dem Maulwurf oder auch dem Frosch namens Herr Faltenhorst nicht kennt der weis nicht was er verpasst.

Ein echter berliner Jung versteckt sich hinter einer Wand und alles krümmt sich vor lachen wenn er seine Puppen los legen lässt.

Das bekannteste habe ich hier mal veröffentlicht.

Weitere Videos findet ihr auf youtube.de

Und Infos zu René Marik findet ihr auf seiner Internetseite

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Neulich in einer kleinen Werbeagentur.

Freitag 22. Februar 2008 von Matti

“Was macht denn der Auftrag, dieser Leichenflädderfirma?”

“Achso, naja da haben wir die erste Welle gestartet. Die Webseite ist online. War gar nicht so leicht aus der Witzeseite eine seriöse Seite zu machen.”

“Habt Ihr Euch denn Mühe gegeben und wirklich alle Witze entfernt?”

“Naja der alte Webbetreiber meinte das wir seinen Webspace nur bekommen, wenn wir ein paar Witze drauf lassen.”

“Okay, ich verstehe. Bleibt nur noch die Frage wie wir in diesen schweren Zeiten Besucher auf die Webseite bekommen.”

“Nun da hat der Müller, der unseren Mail-Server betreibt schon eine Idee gehabt. Er hat so einen verrückten Bestatter gefunden, der seinen Beruf niederschreib, ich glaube das nennt sich Weblog, ist aber nur eine normale Internetseite. Der Müller hat über Google die Webmaster die auf diese Seite verlinken gesucht. Und dann die Kontaktadressen in seinen Server eingepflegt. Mit der Bitte um einen Link. Man kann sich auch dann bei uns auf Webseite in einen Katalog eintragen, wenn da alle mitmachen, dann ist dieser Linkkatalog bestimmt die Topadresse für diese Branche. Ich hab hier mal den Link in der Präsentation:”

Sehr geehrte Damen und Herren,

auf Ihrer Internetplattform veröffentlichen Sie unter folgender Adresse Links auf verschiedene Seiten rund ums Thema Bestattung:

http://www.zentrale-der-macht.de

Wir würden uns freuen wenn Sie AUFTRAGGEBER.de als wertvolle Ergänzung mit in diese Liste aufnehmen würden:

Bestattungen Berlin
Auftraggeber in Berlin ist Ihr freundlicher Ansprechpartner für Erd-, Feuer und Seebestattungen.

Gerne nehmen wir auch Ihre Webpräsenz in unser Bestatungsverzeichnis mit auf:

http://www.AUFTRAGGEBER.de/Bestattungs-Katalog/

Dieses ist auf einer besucherstarken Domain publiziert und wird Ihnen viele interessierte Besucher bringen. Nutzen Sei einfach das Formular um Ihre Seite hinzuzufügen.

Wir würden uns über eine Zusammenarbeit mit Ihnen freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Auftraggeber
AUFTRAGGEBER.de

“Das hört sich ja gar nicht mal so schlecht an”

“Na denn starten wir mal durch”

So oder so ungefäh muss das Gespräch gelaufen sein. Dumm nur das diejenigen, die das Bestatterblog verlinken nicht umbedingt auch im Bestattungsgewerbe aktiv sind”

Und so warnt eben auch das Bestattungsblog vor diesen Mails. So hat nicht nur dieses kleine Blog die Mail bekommen, sondern auch greezer, Blogwiese, der Shopblogger, woo, maobe, Verstand in Gefahr, Florian, Der Admin, B@tze, und die Olsenbande. Nur 2 Blogger sind enttäuscht: 2und40, weil er keine Spammail bekommen hat. Und der Nossi, weil er mitbekommen hat, das ich hier 11 Blogs verlinke und er nicht dabei ist, weil er zum Thema gar nichts dazu beitragen kann.

Aber zurück zum Thema. Einige Blogs verlinken den Spamer, andere nicht, dabei lohnt es sich, denn wenn man sich den erwähnten Webkatalog genau ansieht, findet man noch Reste der Witzseite die wohl vorher auf dem Server lag. Aber ich verlinke nicht, damit meine Leser sich mal die anderen Blogs ansehen können und dort nach diesen Witzen suchen können.

Bleibt nur noch die Frage, ob der Spamer auch dieses Beerdigungsinstitut ist oder ob es sich um einen Joe-Job handelt.

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Eisbären, Jugendkriminalität, Ausländer, Big Brother, Koch und Co.

Sonntag 13. Januar 2008 von Matti

Wer die Überschrift liest, der wird sich fragen: Was haben die Begriffe miteinander zu tun? Ganz einfach. Das sind die ersten Themen des Jahres 2008. Und auch wenn es komisch klingt, die Themen hängen alle zusammen.

Fangen wir mit Big Brother an. Eine Sendung in der sich Menschen in den Container stecken lassen in der Hoffnung dadurch berühmt zu werden. Man kann den Einwohnern also durchaus vorwerfen sie würden unter Ruhmsucht leiden. Die eigene Fresse so oft wie es geht in die Kamera halten. Und wenn man sich im Container einen Namen macht, dann gibt es mit Sicherheit “Folge-Aufträge”. Entweder wird man nach einer gewissen Zeit bei 9live angestellt und darf sich vor das Flipchart stellen oder wenn das nicht klappt, dann kann man zur Not bei RTL anfragen ob die nicht ein Flugticket in den australischen Dschungel bezahlen.

Diese Ruhmsucht gibt es aber nicht nur in den Containern einer holländischen TV-Produktionsfirma, sondern sie fängt schon in den Vierteln der Großstädte an. In den “reichen” und “gutbürgerlichen” Vierteln ist es noch relativ leicht in die Lokalausgabe seiner Zeitung zu kommen. Papa spendet hier mal eine Million für einen guten Zweck und als “Danke schön” gibt es das Familienfoto in der Zeitung. Oder Rudi, das Zwergkaninchen bekommt einen Zuchtpreis vom Rasseverband. In den “sozial Schwachen” Stadtteilen wird es schon etwas schwieriger. Dort muss man kämpfen um Ruhm zu erhalten. Der erste Schritt ist, das man sich eine Gang aufbaut, die im Viertel das sagen hat oder halt angesehen ist. Wenn nun aber mehrere auf die Idee kommen, dann ist es bis zu einem Bandenkrieg nicht weit. Und schwupps steht man wieder in den Nachrichten. Nun ist es aber so, das Auftritte in den Medien fast immer den Charakter verderben, so das man immer einen Schritt weiter geht. Was zur Folge hat, das man auch ohne die Verfeindete Gang kriminell wird. Und da reicht es dann schon, wenn Opa Hübner einen in der U-Bahn bittet doch seine Musik leiser zu drehen. Zack gibts einen auf die Fresse und schwupp steht man wieder in der Zeitung.

Das dumme an dieser Situation ist, das es diesmal nicht nur ein Lokalreporter davon berichtet, sondern die gesamten Medienbranche, weil man diesmal sogar Bilder in guter Qualität hat, die sich auch im TV gut zeigen lassen. Und somit, hat man das geschafft, was man erreichen wollte, nämlich, das man im TV zu sehen war. Und das ganze ohne diesen Castingmüll und ohne das man sich in einen Container mit anderen Mediengeilen einsperren lassen muss.

Apropos Mediengeil. Die Ruhmsucht befällt nicht nur die Unterschicht. Nein sie macht auch vor unseren Führungspersönlichkeiten nicht halt. Und weil die beiden Menschen die in der U-Bahn den Opa Hübner vertrimmt haben, nun zufällig Jugendliche mit Migrantenhintergrund sind, hat einer unserer Politiker die Idee seines Lebens.

Und wieder einmal mehr tritt er mit der Forderung: “Ausländer raus!” auf den Plan. Ja genau es geht um Roland Koch, den hessischen Ministerpräsidenten. In Hessen steht nämlich die Wahl kurz vor der Tür und es fehlte bisher an einem Wahlkampf-Thema. Dieses scheint nun gefunden, auch wenn die Münchner U-Bahn nicht in Hessen liegt. Aber es bietet sich alleine deswegen an, weil Hessen in der Kriminalstatistik ziemlich weit hinten liegt. Was natürlich gar nichts damit zu tun hat, das Koch die Gelder für den Jugendvollzug und die Sozialarbeit drastisch gekürzt hat. Nein die ausländischen Jugendlichen sind einfach böser, brutaler und gemeiner geworden. Obwohl jede Statistik die einen halbwegs seriösen Eindruck macht das Gegenteil behauptet. Aber so ist man zumindest in den Medien vertreten und wenn man schon eigentlich nichts mehr zu gewinnen hat, dann geht man halt in einem riesen Mediengewitter unter. Auch wenn man die Unterstützung der größten deutschen Papierverschwendung hat.

Also auch hier geht es um Ruhm. Und es geht noch weiter. Was machen zum Beispiel Eltern, die es nicht zu Ruhm gebracht haben, sondern die einfach nur zu blöd waren anständig zu verhüten? Richtig, sie versuchen krampfhaft Ihr Kind zu Ruhm zu bringen. Castings für Brei- oder Windelwerbung gibt es ja ausreichend. Und man hat schon von Agenturen gehört die aus der Ruhmsucht mancher Eltern Gewinn schlagen wollen.

Nun soll es aber auch Eltern geben, denen Ruhm scheißegal ist. So gibt es im Nürnberger Zoo 2 Eisbären, die in den letzten Tagen insgesamt 3 Eisbärenkinder zur Welt gebracht haben, aber wohl keine Lust auf den plötzlichen Ruhm hatten. Wir alle haben ja gesehen was aus Knut geworden ist. Eine Touristenattraktion mit einem sehr hohen Nervwert. Und auch Lars der Eisbär ist bei vielen eher nervig als süß.

Nun das grauenvolle Schicksal ein Star zu sein wollten die Eisbärmamas umgehen. Sie wollten es nicht verantworten, das Ihr kleinen am Ruhm kaputt gehen. Und außerdem gehöre Eisbären, wenn sie mal nicht mehr so bekannt sind und Geldprobleme haben nicht in den australischen Dschungel. Deswegen wurde, wie es in der Natur üblich ist kurzer Prozess gemacht. Die eine Mutter hat Ihre Kinder aufgefressen und die andere hat Ihre kleines einfach weggetragen, nachdem wohl eine Kamera zu nahe an das kleine Bärchen rangekommen ist.

Und was ist der Dank dafür das die Eisbärenmütter sich um das Wohl Ihrer Kinder kümmern wollten? Da kommt das Eisbärenjugendamt (Zoopfleger aus Nürnberg) und nehmen der Mutter das Kind einfach weg. Ist es da noch ein Wunder das Kinder in Deutschland vernachlöäßigt werden? Wenn man denen was gute tun will, hat man Streß mit dem Jugendamt. Und alles nur wegen des Ruhmes unserer Medialen Welt.

Was lernen wir nun aus der Geschichte:

1. Verbietet die Medien. Blogs können viel Sachlicher berichten.

2.  Eisbären sind schlauer als wir.

3. Ruhmsüchtige Menschen (wie zum Beispiel der Koch) sollte man in Container einsperren, man würde der Menschheit viel gutes tun.

4. Zoologische Gärten sind doof und gehören geschlossen.

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Mein Beitrag zu Halloween

Samstag 3. November 2007 von Matti

Besser als Antiteilchen, kann ich es auch nicht ausdrücken:

Süßes oder saures oder gleich eins auf die Fresse.

Was anderes fiel mir zu diesem Bericht auch nicht ein

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