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    RaR 2010 -25 Jahre-

    Von Nele | 16.Juni 2010

    Ja ich war da!

    Gemeinsam mit 5 weiteren Mädels aus meinem Freundeskreis bin ich Mittwoch um 7:00 Uhr Richtung Nürburgring aufgebrochen. Gegen 9:00 Uhr standen wir dann auch mit weiteren Ringrockern im Stau und hofften darauf einen der begehrten Campingplätze zu erreichen.

    Wir habens geschafft! Am unteren Ende des B5-Platzes haben wir ein kleines Eckchen für Zelte und Pavilloin gefunden. Weiter weg zum Festivalgelände, aber kurzer Weg zu den Toiletten, was bei einer reinen Mädelstruppe nicht zu unterschätzen ist!

    Gemeinsam mit viel zu viel Bier haben wir den Abend auf dem Camping ausklingen lassen. Am nächsten Morgen begrüßten wir unsere neuen Nachbarn, “Ser” und “Fer” zwei ganz ansehnliche Holländer die zum Frühstück ersteinmal eine Tüte rauchten und sich als äußerst amüsante Gesellschaft bei diversen Trinkspielen rausstellten.

    Gegen 19.15 Uhr sind wir dann erstmals zum Festivalgelände aufgebrochen um zunächst H-Blockx und im Anschluß Kiss zu sehen. Ja, es stimmt, ich habe Kiss gesehen,und ja, ich habe mich vor diesen völlig zermatschten Schminkgesichtern geekelt, und ja es lag an der Zunge!

    Nachdem wir den Freitag damit verbrachten in der Hitze mühelos unseren Alkoholpegel bei 100% zu halten begann dann mein Festivaltag um 22.30 Uhr mit Rage against the machine. Nach einer halben Stunde bin ich dann weiter zur Alternastage, wo mich zunächst Sportfreunde Stiller enttäuschten und im Anschluß Jan Delay mit Disko No.1 total überzeugte. Bis in die hintersten Reihen wurde getanzt und ich stand direkt hinterm Wellenbrecher und hatte beste sicht auf die Alternastage.

    Der Festivalsamstag startete für mich um 17.40 Uhr an der Centerstage mit Gentleman. Kein typischer Ringact, aber in der knallen hitze die wir nahezu über das ganze Wochenende ertragen mussten waren ein paar Reggaetöne ganz angenehm. Auch hatten wir die Möglichkeit zu dieser Zeit über ein Ampelsystem in die vorderen Bereiche vor der Bühne zu gelangen, wo wir auch den weiteren Abend verbrachten. Es folgte Beth Ditto von Gossip , die sich in einem Badeanzug ihrer Großmutter der verschwitzten Festivalmenge präsentierte. Im Anschluß bildete 30 Seconds to Mars eines meiner unerwarteten Festivalhighlights. Ich habe lang nicht so eine gute Bühnenshow gesehen. Jared Leto der auch als Schauspieler in “Fight Club” bekannt ist zeigte sich zunächst sehr zurückhaltend gegenüber dem Publikum. Mit seinen Klamotten verlor er diese allerdings zunehmend bis er am ende ein Bad in der Menge nahm. Im Anschluß gestattete er  einigen Fans mit ihm auf der Bühne sein letztes Lied zu singen, bei dem auch Beth Ditto im wahrsten Sinne über die Bühne fegte. Für mich ein unvergesslicher Auftritt. Wir beendeten den Abend mit Muse, die eine unglaubliche Bühnenshow präsentierten bei der Laser übers Publikum strahlte und eine Art Ufo mit einer Acrobatin über die Menge schwebte.

    Sonntag war für uns Aufbruchtag, wir hatten gerade alle Zelte trocken im Auto, als ein Sturm aufkam, der unzählige Pavillions in die Luft riss und das ohnehin vermüllte Campinggelände in ein Schlachtfeld verwandelte. es folgte ein Schauer der keine Stelle meines Körpers trocken ließ. Kurz darauf verzogen sich die wolken und wir beschlossen zum Auto zurück zu gehen um erneut mit trockenen Klamotten in Richtung Festivalgelände aufzubrechen. Wir sahen den Auftritt von Bad Religion noch trocken, bei Rise Against ging das Unwetter weiter. Völlig durchnässt standen wir kurz darauf bei The Hives unmittelbar vor der Alternastage, aber es war uns egal. der Auftritt war so unglaublich, dass uns irgendwann egal war wie nass wir waren und nur noch durch die Pfützensprangen und gemeinsam mit zahlreichen Fans die Menge rockten. Danke The Hives, das was unglaublich! Und auch wenn Rammstein für viele Festivalbesucher das Highlight bildeten, konnten sie für mich an diesem Abend nicht mit The Hives konkurrieren.

    Ein unvergessliches Wochenende!

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