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Da is´ das Ding
Von Stefan | 30.Mai 2010
Was ist eine Fußball WM zur Lena-Manie?
Genau diese Frage stellte ich mir gestern, als ich enthusiastisch das Abendprogramm der ARD verfolgte. Klar, zuerst war das 3:0 der Deutschen Pflichtprogramm und ich muss sagen, die neuen gefallen mir sehr gut. Dennoch, das wahre Ereignis wurde gestern gegen 23:00 Uhr mit der Verkündung der Votes eingeleitet.
Germany 12 Points.So hiess es insgesamt 9 mal für Lena (Meyer-Landrut). Aber mal nach und nach. Zuerst kamen die diversen beiträge der 25 qualifizierten Nationen. Erneut gab es viel Schatten der Musik. Jedoch gab es ebenso ganz helles Licht. Nicht unbedingt aus Serbien, dennoch mehr aus Dänemark. Klar, es war ein Popsong, der sehr gewinnträchtig erschien, jedoch macht das den Grand Prix dé Eurovision ja auch aus. Ich erinnere nur an die Rockoper: “Ein bisschen Frieden” oder den Metal Kracher: “Hold me now”. So dachte ich nach dem Durchlauf der Beiträge, dass die Dänen und auch Bulgarien weit vorn liegen würden. Ich konnte mir auch nicht so recht vorstellen, dass die Meyer Landrut so einschlägt, da das Lied (aus meiner Sicht) durch die Backgroundsängerinnen ein wenig verzerrt wurde. Und auch Lena wirkte nicht so locker und frei wie noch bei der Final Sendung von “Unser Star für Oslo”. Logisch, wenn man bedenkt, dass sie diesmal vor ca. 120 Millionen Zuschauern spielte.
Aber den Europäern schien es gefallen zu haben und so hiess es aus den Nachbarländern Dänemark und Schweiz, sowie Estland, Lettland, Schweden, Norwegen, Finnland, Slowakei und Spanien: 12 points. Dass das Lied bei den Skandinaviern so gut ankam, überraschte. Gerade weil sie auch oft die Punkte hin und her schieben. Aber nein, dieses Jahr sollte es für uns reichen.
Wir sind Kanzlerin, Papst und hatten die Wade der Nation. Nun aber sind wir LENA!
Nun, es ist eine Kommerzveranstaltung und es ist wahrlich ein Battle der gefürchtetsten Lyriker und Songschreiber. Dennoch tue ich es mir seit vielen Jahren immer wieder an. Und wer ist Schuld daran? Genau Matti: Der Raab. Interessant zu wissen ist, dass der Mann mit den 32 Zähnen in der oberen Kauleiste, nur mit dem Grand Prix angefangen hat, weil es ihn gestört hat, dass wir bei einer solchen Musikveranstaltung von Siegel´s Gören vertreten wurden. So begann dieser mit “Wadde hadde dudde da” den Schlager-König Siegel auf den “Mops” zu nehmen und ihm zu zeigen, dass man mit Sinnfreien Texten viel erreichen kann. Dass diese Feindschaft bisher an Siegel ging, lag einzig an dem bisschen Frieden, den er damals Nicole auf den Leib geschrieben hatte. Nun, im GP-Clash steht es nun 1:1 und Deutschland ist nach 1983 nun das 2. mal Gastgeber dieser Veranstaltung.
Wo wir doch grade bei den Siegern sind. Musikkenner werden sich noch an ABBA (Waterloo), Brotherhood of Man (Save your kisses for me), Johnny Logan (Hold me now), Celine Dion (Ne partez pas sans moi) oder France Galle (Poupée de cire, poupée de son) erinnern. Nun darf man auch getrost Lena (für mich immernoch “Meyer-Landrut”) in einem Wortlaut mit diesen Künstlern nennen.
Der Eurovisionscontest 2010 wird allerdings nicht nur wegen Lena, sondern auch wegen Jimmy Jump in die Geschichte eingehen. Der “Flitzer”, welcher seine Künste sogar auf seiner eigenen Homepage präsentiert, schaffte es einmal mehr sich in eine Live-Verantstaltung zu schummeln. Somit durfte der betroffene Spanier, welcher als zweiter gesungen hatte, am Ende der Show als 26. Act sein “Algo pequenito” erneut vortragen.
Fazit der Sendung: Ein toller akzent und ein tolles Lied reichten dieses Jahr für den ESC. Mit gemischten Gefühlen werden einige das geschehene beäugt haben, jedoch sollte sich jeder mit diesem Erfolg bei der eigentlichen Balkan-Veranstaltung erfreuen. Lena, ich danke Dir!
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