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    “Wo bekommen sie Gonorrhoe geboten?”

    Von Stefan | 9.Februar 2010

    Viele Städte versuchen sich selbst national und auch International bekannter zu machen. Teils mit zweifelhaftem Ruhm werden sie es dann auch. Man denke nur an Enschede (NL), welches durch Feuerwerkskörper sprunghaft an Ansehen (oder war es Mitgefühl) gewann.

    Oder schauen wir nach Hoffenheim. Kaum ein Fussballfreund weiss, dass Hoffenheim nichtmal ein Ort ist, sondern lediglich ein eingemeindetes Dorf von Sinsheim ist. Nunja und das Volker Kauder daher kommt. Aber auch das interessiert wenig.

    Sei es durch unfreiwillige Ereignisse, oder kommerzielle Unterstützung, jedes kleine Dorf und jeder Ort freut sich über Bekanntheit.

    Womit man auch an Bekanntheit gewinnen kann ist, wenn man über Missstände aufklärt. So geschehen in der Tschechischen Grenzstadt Chomutov. Die Stadt ansich hat recht wenig zu bieten, wenn man nicht gerade Sextourist ist. Und auch diese werden der Stadt wohl fern bleiben. Auch wenn die meissten von ihnen nur von der Wand bis zur Tapete denken und meisst am Kleister kleben bleiben und somit der Aktion kaum Beachtung schenken werden, werden wohl die Damen, welche sich dort anbieten, aus dem Dorf verschwinden. Warum? Nun, eine Bürgerinitiative hat nun diverse Plakate aufgehangen, auf denen klar zu lesen ist, was man als Geschenk für die Daheimgebliebenen mitbringen kann:

    „Ich biete: Syphilis, Gonorrhoe, HIV” heißt es da. Daneben ist eine Prostituierte abgebildet, mit Totenkopf und dem in beiden Sprachen geläufigen Kürzel „Aids“ auf ihrem Kleid.

    Nun, wenn sich das ganze Prozedereso egalisiert wie die Warnungen auf Zigarettenpackungen, so wird diese Liebreizende Stadt nicht wirklich berühmt, aber zumindest kann man bei Günther Jauchs Suche nach einem Millionär bei der Frage: “Wo bekommt man laut Plakaten Gonorrhoe geboten?” zumindest die passende Antwort geben. Zumindest, wenn man diesen Beitrag gelesen, oder die SZ abboniert hat.

    Topics: Deutschland, Sex | Kein Kommentar »

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