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Pflichttermin im Nirgendwo (1) – Ein Reisebericht
Von Stefan | 18.August 2009
Seit dem heutigen Morgen bin ich im schönen Städtchen Teltow. Meine Firma verlangte danach.
Gut, es ist nicht das erste Mal, dass ich hier in Brandenburg bin, sondern durfte diese Ortschaft schon des öfteren besuchen. Diesmal allerdings, nächtige ich hier sogar (was meine bessere Hälfte nicht so freut).
Nun, Begeisterung darüber sieht auch bei mir anders aus, als der Ausdruck derzeit in meinem Gesicht. Aber was muss, das muss. Demnach residiere ich derzeit in einem Motelto… in einem Hotel namens To… in dem Hotel “Hoteltow“.
Ein kleines 3-Sterne Hotel mit tatsächlich originellem Namen. Aber nach und nach…
Der Titel dieses Beitrages ist absolut nicht negativ gemeint. Im Gegenteil. Es ist mehr ein Zitat eines Kollegen aus Berlin. Nun, ich mag Teltow. Warum? Es ist nicht Berlin. Nicht dass ichBerlin nicht mag… obwohl… Doch! Und genau das ist es. Teltow ist zwar sicher von den Menschen ähnlich, aber doch nicht gleich. Die Busfahrer in Teltow helfen einem hier sogar weiter, wenn man falsch zugestiegen ist. Oder auch die Passanten mühen sich. So geschehen nach meiner Ankunft. Ich gehe auf eine Bushaltestelle zu und sehe doch eine Dame mit Kinderwagen und fragte, ob sie mir den Weg zu meinem Ziel (bzw. die Buslinie dahin) näher beleuchten könnte. Plötzlich sah ich in ihrem Gesicht die pure Verzweiflung. Sie bat mich um entschuldigung, da sie nicht wisse wie ich hin kommen könnte.
Darauf eine ältere Dame aus dem Hintergrund: “Da müssn se den Sechs-Hunnahd Einsa nehm´” Und verwies auf eine andere Haltestelle.
Ich bedankte mich, ging dann auf diese Haltestelle zu, worauf eine andere Dame mir hilfsbereit hinterher rief: “Der fährt dort drühm ab, aber beeilnse sich, der kommt glei.”
Klar, es war eben jener Akzent, den ich garnicht mochte, aber es war weder ein ge-icke, noch ein Urtypisches “…wa?” nach jedem Satz. Aber das wichtigste, mir wurde sofort geholfen.
Nun, als ich dann in den Bus eingestieg, war mir nichtbewusst, dass es halt nicht der vorgeschlagene 601er Bus war, sondern der “Sechs-Hunnahd zweinzwanzjer”. Nun, als ich dies bemerkte war ich schon im Hinterland angekommen. Also vor zum Fahrer und fragen. Gott hatte ich Angst, dass er mich gleich zur Schnecke machen würde. Wer Kurt Krömer kennt, weiss warum: “Wir Berliner sind ja quasi die Erfinder der Freundlichkeit!”
Jedoch, wie schon angemerkt, ich war nicht in der Selbstgekrönten Weltmetropole. Und somit gab mir der Busfahrer auch sehr nett die Auskünfte, die ich wollte. Ich war begeistert.
Was es mit dem “Hoteltow” auf sich hat, erkläre ich gleich, nachdem ich genüsslich mein FaBi (kurzf. f. Feierabendbier) geschlürft und meine wohl letzte Zigarette am heutigen Abend geraucht habe.
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