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Die Kino-Stasi
Von Stefan | 28.Juli 2009
Nachdem wir nun alle wissen, dass man bei einem Telefongespräch aufpassen muss, dass man nicht “Bombenwetter” sagt, um einen GSG9-Einsatz zu verhindern. Und man auch aufpassen muss, wie man im Internet über Kreuzfahrten schreibt (“Wir haben An_Schlag seite gewonnen”), Nun die nächsten Stasi-Methoden stammen aus Sachsen-Anhalt.
Wie die Volksstimme berichtete, werden in Magdeburger Kinos Nachtsichtgeräte aufgestellt um die Besucher einmal etwas anders zu filzen.
Der neue Harry Potter scheint besonders viel Aufmerksamkeit bei diversen Websiten zu finden, dass man diesen Film versucht zu sichten. Dass es nicht allzuschlimm ist, wie hier beschrieben ist klar, denn ob nun so oder am Eingang genau geschaut wird, oder eben jemand durch die Reihen streift, ist egal. Vom Leiter des Leipziger Cinestar kam dazu folgendes:
“Damit sind wir nicht ausgestattet. Es ist aber normal, dass wir während der Vorstellung Kontrollgänge machen. Damit kontrollieren wir neben der Qualität der Raumluft und des Bildes auch, ob Besucher Raubkopien herstellen.”
So Rainer Weber (in der LVZ vom 23. Juli).
“Den Menschen fehlt dabei völlig das Unrechtsbewusstsein. Ihnen ist meist nicht klar, dass sie eine Straftat begehen”
Nur 4 Tage später scheint sich Herr Weber, an eine Kleinigkeit erinnert zu haben. Am 27. Juli ist zu lesen:
Auch im Leipziger Filmspieltheater Cinestar werden Zuschauer während Filmvorstellungen in Einzelfällen mit Nachtsichtgeräten beobachtet. Wie der Leiter des Kinos, Rainer Weber, am Freitag bestätigte, hat es entsprechende Kontrollen zum Beispiel bei einer Voraufführung des Films “Hangover” Anfang Juli gegeben. “Das kann aber nur bei Vorpremieren der Fall sein”, erklärte Weber.”
Natürlich nur bei Vorpremieren, Herr Weber. Zuletzt gab es sowas noch garnicht und urplötzlich haben sie doch ein nachtsichtgerät gefunden. Ups.
Ich bin gespannt, was wohl in 4 Tagen bekannt wird. Evtl. eine Presse-Erklärung, dass das Leipziger Cinestar nicht nur die Vorstellung mit Nachtsichtgeräten durchsucht, sondern auch noch abhört mit kleinen Mini-Mikrophonen. natürlich zunächst auch nur bei Vorpremieren, weil es so besser nachzuvollziehen ist, ob dem gemeinen Zuschauer der Film gefällt.
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