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Europa hat gewählt.
Von Matti | 7.Juni 2009
Nachdem die Zentrale versucht hat die Wahlbeteiligung nach oben zu treiben, ist der Spuk nun wieder vorbei. Nach und nach treffen die Ergebnisse ein. Als Gewinner der Wahl darf sicher das Land Niedersachsen angesehen werden, denn die Wahlhelfer dort hatten als erstes Feierabend, denn auf der Seite des Bundeswahlleiters stand das Ergebnis dieses Bundeslandes als erstes fest.
Die schnellsten waren jedoch das spanische Dorf Zarzosa. Wie die Augsburger Allgemeine berichtet:
KURZER PROZESS - Im nordspanischen Dorf Zarzosa hat die Europawahl nur eine Stunde gedauert. Wie der staatliche Rundfunk RNE am Sonntag berichtete, schloss in der Ortschaft in der Weinbauregion La Rioja das einzige Wahllokal eine Stunde nach der Öffnung schon wieder seine Pforten. Alle 14 Wahlberechtigten im Dorf hatten bereits ihre Stimme abgegeben. Damit stand um 10.00 Uhr in Spanien ein erstes Ergebnis fest: In Zarzosa betrug die Wahlbeteiligung 100 Prozent.
Ansonsten ist das Ergebnis wie erwartet. Wenn es um Europa geht, sind wir alle wahlfaul. Nichtmal die Hälfte der Wahlberechtigten Bürger sind zur Wahl gegangen. In manchen Regionen sogar nur jeder Dritte. Dabei hat doch gerade Europa viel Einfluss auf uns. Man braucht doch nur in seine Geldbörse zu schauen.
In schlechten Zeiten wählen die Menschen komisch. Denn immerwieder werden komische Parteien angekreuzt die eigentlich keiner mehr sehen möchte: Republikaner, DVU und natürlich auch einer der großen Gewinner, die FDP.
Interessant ist jedoch, das die Piratenpartei einen Achtungssieg erkämpft hat. Die Partei ist zum ersten Mal angetreten und hat gut 2% der Wähler mit Ihrer Botschaft erreichen können. Und sie wird auch in Europa vertreten sein, denn in Ihrem Heimatland haben sie gut 7% der Stimmen geholt.
Aktuell fehlen noch die Ergebnisse aus 2 Wahlkreisen in Thüringen. Natürlich fragen kritische Journalisten nach, warum die Auszählung dort so lange dauert. Unser Reporter vor Ort meldet jedoch, das einige Wahlhelfer etwas verunsichert sind, weil die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands dort nicht auf dem Wahlzettel vermerkt war.
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