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Olympische Spiele (14) – höhen und tiefen
Von Stefan | 13.August 2008
Am gestrigen Olympiatag war die Klaffte zwischen Freude und Traurigkeit sehr zeitnah.
Die tragischen Erlebnisse lagen sicher beispielsweise bei meinen den deutschen Handballern. Nicht nur, dass sie gegen Island verloren haben (spielt nicht so eine grosse Rolle), nein auch der Rückraum Star Pascal “Pommes” Hens fiel mit einer Fraktur des Schienbeinkopfes aus und kann die Olympiade ab jetzt abschreiben. Leider spielt er auf der gleichen Position wie, der zuvor ausgefallene, Lars Kaufmann. Somit muss Heiner Brandt umstellen, um noch etwas zu erreichen.
Des weiteren ist unsere Hoffnung im Tennis (Doppel) ausgeschieden. Die Silbermedaillengewinner (Schüttler/Kiefer) aus Athen, verloren gestern, am “Deutschen Dienstag”, gegen das östereichische Doppel Julian Knowle und Jürgen Melzer. Nachdem sie den ersten Satz im Tie Break gewinnen konnten, gaben sie die nächsten zwei Sätze leichtfertig ab und schieden aus. Nachdem sich bei den Damen niemand für Olympia qualifizierte, ist Nicolas Kiefer die einzig verbliebene, deutsche Tennishoffnung.
Auch im Boxen muss sich einiges tun. Die deutschen Amateur-Boxer sind “kollektiv K.O.” gegangen. Ebenso ist der DSV regelrecht untergegangen. Einzig Britta Steffen ist noch eine Hoffnung. Gut, Helge Meeuw hat sich soebend für das morgige Halbfinale über 200m Rücken qualifiziert. Aber was bei “raus springt” ist noch unklar. Steigern muss er sich, wenn er Edelmetall gewinnen will.
Der Deutsche Dienstag hatte aber auch höhen. Sonst würden die Medien ihn wohl kaum so nennen. So gewann Judoka Ole Bischof Gold in der Klasse bis 81kg. Bei der Siegerehrung sah man seine Unsicherheit zusammen mit der euphorischen Freude als er die Hymne hörte. Erst in der letzten Strophe legte er seine Hand aufs Herz und strahlte übers ganze Gesicht.
Im Kanu-Slalom haben wir nun auch Gold. Zwar nicht mit dem Favorit Jan Benzien. Überraschungssieger Alexander Grimm hat mit einem hervoragenden Finale, sein Edelmetal vor dem Franzosen Fabien Lefevre und dem Angola-Franzosen Benjamin Boukpeti. Letzterer zeigt eine ebenfalls schöne Reaktion, nachdem klar wurde, dass er nicht Gold hatte. Er freute siGold, Silber, Broch so sehr über Bronze, dass er gleich nach dem Ziel sein Paddel in zwei Teile brach. Und es war vor Freude. Die Geschichte dahinter ist, dass der Mann mit doppelter Staatsbürgerschaft ebend nicht für Frankreich starten konnte, da die Franzosen um ihn stärker waren. Also startete er für Angole und schaffte dennoch die erste Medaille für sein Land. Der Silbergewinner ist im übrigen sein Trainingspartner. Schön zu sehen, wenn man sich über Bronze so freut! Das haben wir Deutschen verlernt.
Noch eine tolle Geschichte hat der Vielseitigkeitsreiter Hinrich Romeike zu erzählen. Nach 1936 und 1988 gewannen die deutschen zum dritten mal Gold mit der Mannschaft. Romeike holte später auch noch Gold im Einzel und das schönste ist, dass er ebend kein Profi ist, wie die anderen. Ein schönes Portrait hat, Mattis ungliebter Sender NDR über ihn veröffentlicht.
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